Mystic Woodquarter
 
 
 
 
 
     
  Retriever Leistungs- Prüfung/ RLP in Österreich
 

 

Retriever- Leistungs- Prüfung/ RLP

 

    RETRIEVER - LEISTUNGS - PRÜFUNG (R L P)

Die RLP ist eine jagdliche Leistungsprüfung des ÖRC für Apportierhunde. Sie ist ausgerichtet auf das von Retrievern erwartete hohe Leistungsniveau, wie es auf großen Gesellschaftsjagden verlangt wird und es von gut gezüchteten und ausgebildeten Retrievern gezeigt wird.
Hunde, die diese Prüfung bestanden haben, sollen auch in der Jagdpraxis verstärkt auf Niederwildjagden und bei der Wasserjagd eingesetzt werden.

Beurteilung und Reglement

Die Beurteilung der Fächer ist dieselbe, wie sie auch auf Field Trials üblich ist. Schwere Fehler - „major faults“ - und zum Ausschluss führende Fehler – „elemination faults“ - sind im Field Trial- Reglement der FCI nachzulesen.

Richter

Als Richter werden nur ÖRC/ÖJGV- Leistungsrichter eingesetzt, die auch selbst schon auf Field Trials erfolgreich geführt haben und berechtigt sind, auch international Field Trials zu richten.

Ausbildungsstand des Hundes
Der Hund muss bereits ein Field Trial á lánglaise bestanden, einen Working Test in der Klasse "S" erfolgreich absolviert haben oder zumindest eine Beurteilung "V" in der Klasse "M" vorweisen können. Die Prüfung hat auf die jagdlichen Gegebenheiten des Prüfungsreviers Rücksicht zu nehmen, werden im Zuge der Prüfung Stücke geschossen, sind diese vordringlich zu apportieren bzw. nachzusuchen. Sollte dies nicht ohne größere Störung des Prüfungsablaufes möglich sein, ist dafür Sorge zu tragen, dass nicht an der Prüfung teilnehmende Hunde für diese Aufgabe zur Verfügung stehen. Diese Hunde haben während des gesamten Prüfungsverlaufes angeleint zu bleiben, bis sie vom Richter für eine evtl. notwendige Nachsuchenarbeit aufgerufen werden.

Die Prüfung beinhaltet folgende Elemente :

1. Treiben: Alle Prüfungshunde sind dabei unangeleint. Es kann hier "Marks und "Memories" aber auch "Blinds" geben. Im Anschluss daran sind Stücke aus bestimmten Arealen zu bringen, die dem Hundeführer bekannt gegeben werden. Beurteilung gleich einem Field Trial.
2. Böhmische Streife (Line): der Ablauf ist im Ermessen der Richter, die zu prüfenden Hunde sind unangeleint - auch hier sind die Richter frei zu entscheiden, welcher Hund welches Stück zu bringen hat. Auch hier Beurteilung wie auf Field Trials üblich.
3. "Freiverlorensuche" in einem bestimmten Waldstück. Ein Hase wird in einer Tiefe von mindestens 20 Metern "schussmarkiert" - Entfernung zum Suchengebiet sind mindestens 100 Schritt (evtl. Böschung, Graben, Bach oder sonstiges Hindernis ist vom Hund zu überwinden.)
4. Einweisen auf bestimmte Stücke welche dem Führer genau angesagt werden. Der Hund sollte dabei sichtbar und somit Blickkontakt zum Führer möglich sein.
Die Aufgaben 3. und 4. können auch beim Treiben bzw. bei der "Line" mitgeprüft werden. Dies entscheiden die Richter.

Wasserarbeit

5. der Hund ist zur Suche in Schilf oder hohem Uferbewuchs über ein Gewässer zu schicken.
6. Lenkbarkeit im Wasser. Zumindest 2 Stück in vom Richter zu bestimmender Reihenfolge. Hier wäre auch ein "Blind" und ein "Mark" denkbar, um die Führigkeit am Wasser besser zeigen zu können.

Anhang

In der Ausgestaltung der Prüfung sind die Richter frei. Es kann - muss aber nicht - nach einem
Punktesystem gerichtet werden. Das auf Field Trials übliche engl. System kann genauso gut Anwendung finden - nach welchem System schlussendlich gerichtet wird, entscheiden die Richter vor der Prüfung. Die PO wird ganz bewusst nicht genauer ausformuliert, um auf die jeweiligen Reviergegebenheiten besser eingehen und möglichst jagdnah prüfen zu können.